Blick in die Sammlung: Industrie als Motiv

Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur | 6. April bis 30. Juli 2017

Alfred Tritschler: Petrochemie-Anlage der BP, Hamburg, 1952 © Historisches Bildarchiv Dr. Paul Wolff und Tritschler, Offenburg, 2017

Mit Photographien von Erich Angenendt, Anonyme, Joachim Brohm, Bernd und Hilla Becher, Claudia Fährenkemper, Ruth Hallensleben, Heinrich Heidersberger, Horst Lang, Werner Mantz, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Alfred Tritschler, Peter Weller, Paul Wolff, Piet Zwart

Der Industriedarstellung kommt im Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur eine wichtige Bedeutung zu. In der Gruppenausstellung wird eine Auswahl an Werkgruppen zum Thema vorgestellt, die die Zeitspanne seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er-Jahre reflektiert. Entsprechend des technischen Fortschritts und den Entwicklungen auf künstlerisch-photographischem Gebiet werden vielfältige Momente veranschaulicht.

August Sander: Am Lufthammer, 1938 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2017

Während sich der aus dem Westerwald stammende Peter Weller am Ende des 19. Jahrhunderts unter landschaftlich-architektonischen Aspekten den Hüttenwerken des Siegerlandes näherte, dokumentierte Ruth Hallensleben in vielen ihrer Auftragsarbeiten für die Schwerindustrie zentrale Betriebe, eingeschlossen sozialer Einrichtungen. August Sanders wenig bekannte Mappe „Mensch und Maschine“ erweitert seine typologisch ausgerichtete Portraitkunst um einen reportagehaften Blickwinkel. In den 1950er- und 1960er-Jahren werden industrielle Motive zunehmend auch von Vertretern der „subjektiven fotografie“ in ihre experimentellen Bildstudien einbezogen.

Ein photographischer Ansatz, der für Bernd und Hilla Becher von maßgeblicher Bedeutung war und exemplifiziert wird, ist die sachlich konzeptuelle Dokumentation einer gesamten Anlage, hier etwa eines Bergwerks. Claudia Fährenkempers Bildreihe über den Aufbau eines Schaufelradbaggers im Braunkohletagebau Hambach schließt sich hier stilistisch gut an. Nicht zuletzt zeigen Joachim Brohms Photographien aus der Serie „Industriezeit“ von 1990 Spuren und Verweise einer zu Ende gegangenen Ära im Ruhrgebiet, die 100 Jahre zuvor noch fest verankert und zukunftsweisend erschien.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre.

Zeitgleich zeigt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 1:
E. O. Hoppé – Unveiling a Secret

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,

Tel.: 0221/888 95 300, E-Mail: photographie( at )sk-kultur.de, www.photographie-sk-kultur.de, Ausstellungen geöffnet täglich außer mittwochs von14 bis19 Uhr.

Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), erster Montag im Monat freier Eintritt!

Kombiticket mit dem Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln: 7 € (ermäßigt 4 €)

Regelmäßige Führung: Jeden Sonntag um 15 Uhr, Kosten: regulärer Eintritt + 2 € Führungsgebühr

Anreise und Parken