«Science Fiction» | «La promesse», «Das Versprechen» | «Tim und Struppi und der Haifischsee» | «Rosetta»



Filmreihe des JFC Medienzentrum Köln
zu den belgischen Kinder- und Jugendbuchwochen


25. April und 9. Mai 2007
im Rahmen der Schulfilmreihe CINEPOINT – Schule des Sehens


Im Rahmen der alljährlichen Jugendbuchwochen in Köln, die in diesem Jahr dem Nachbarland Belgien gewidmet sind, beteiligt sich das JFC Medienzentrum Köln wieder mit einem Filmprogramm an dieser Veranstaltung. Zwei Termine mit je zwei Filmen der Schulfilmreihe «CINEPOINT – Schule des Sehens» stellen die Bandbreite der Filmproduktion in Belgien vor. Die vier gezeigten Filme bieten Lehrern die Möglichkeit, ihren Unterricht ins Kino zu verlegen. Veranstaltungsort ist das Filmforum NRW im Museum Ludwig.







Mittwoch, 25. April, 9.00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig

«Science Fiction»
Belgien/Deutschland/Niederlande 2002
Regie: Dany Deprez mit: David Geclowicz,
Fran Michiels und Wendy van Dijk, 93 Min.
Empf. ab 9 Jahren



Eltern kommen einem ja ohnehin oft so vor, als kämen sie von einem anderen Stern. Auch Andreas geht es so. Seine Eltern haben nie Zeit für ihn, arbeiten Tag und Nacht am geheimnisvollen Projekt «Linea» und verhalten sich auch sonst äußerst merkwürdig. Sie lachen nie! Andreas und seine Freunde aus der Nachbarschaft versuchen herauszufinden, was seine Eltern eigentlich vorhaben, und das erste erschreckende Ergebnis ist: Wenn man die Buchstaben «Linea» umstellt, entsteht das Wort «Alien». Andreas‘ Eltern von einem anderen Stern? Und was haben sie hier auf der Erde vor? Andreas ist entschlossen, herauszufinden, woher seine Familie kommt…

Packender, spannender Zukunftsthriller in kühlen Bildern, die man sonst nur aus Erwachsenenfilmen kennt und die das Herz frösteln lassen.






Mittwoch, 25. April, 11.00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig

«La promesse», «Das Versprechen»
Belgien/Frankreich/Luxemburg/Tunesien 1996,
Buch und Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne,
93 Min., Original mit Untertiteln
Empf. ab 13 Jahren



Der fünfzehnjährige Igor in einem tristen Vorort von Antwerpen dient seinem Vater als Handlanger bei dessen kleinkriminellen Machenschaften. Doch nach dem Tod eines illegalen Einwanderers auf der Baustelle des Vaters beginnt Igor, sich von seiner Vergangenheit zu lösen. Wie eine zornige Entgegnung auf die «belgische Krankheit» reflektiert dieser Film eine tief in die Gesellschaft vorgedrungene Vernachlässigung moralischer Kriterien, die in spektakulären Verbrechen oder politischen Affären ihren äußeren Ausdruck findet.

Ein in seiner lakonischen Erzählweise an Robert Bresson, in seiner Genauigkeit und der Beschreibung sozialer Härte an Ken Loach oder Mike Leigh erinnernder Film.






Mittwoch, 9. Mai, 9.00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig

«Tim und Struppi und der Haifischsee»
Zeichentrickfilm Belgien/Frankreich 1972,
Regie: Raymond Leblanc, nach der Buchvorlage von Hergé,
73 Min.
Empf. ab 8 Jahren



Tim wird als junger, aufgeweckter Reporter zusammen mit seinem Hund Struppi stets in die gefährlichsten Abenteuer verwickelt. In diesem Film wird er von seinem Freund, dem Wissenschaftler Bienlein, zu einem Besuch eingeladen. Der Flug endet mit einer Bruchlandung. Dahinter steckt der Verbrecher Rastapopoulos, der es auf Bienleins neueste Erfindung abgesehen hat: Ein dreidimensionales Vervielfältigungsgerät, das man ideal beim Kunstraub einsetzen könnte. Tim stößt auf eine Geheimtür, die ihn unter den Haifischsee führt: In eine künstliche Stadt, in der sich Rastapopoulos versteckt…

Ein Zeichentrickfilm nach der populären Comic-Serie, der kurzweilige Unterhaltung mit sympathischen Charakteren verbindet.

Nach dem Film gibt der Leiter des Kölner Trickfilmfestivals, Johannes Wolters, Hintergrundinformationen zum Film und zur «Tim und Struppi»–Serie.






Mittwoch, 9. Mai, 11.00 Uhr
Filmforum NRW im Museum Ludwig

«Rosetta»
Belgien/Frankreich 1999,
Buch und Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne,
94 Min., Original mit Untertiteln
Empf. ab 14 Jahren



Porträt eines jungen Mädchens, das mit seiner alkoholsüchtigen Mutter am Rande einer belgischen Stadt auf einem Campingplatz haust und verbissen darum kämpft, einer geregelten Arbeit nachzugehen und nicht in die Verwahrlosung abzugleiten. Wie besessen kämpft Rosetta darum, nicht unterzugehen in der westlichen Erwerbsgesellschaft, und der Film ist eine intensive Studie über die so entstehende seelische Verhärtung. Arbeit ist für Rosetta der Inbegriff sozialer Anerkennung, für die sie selbst ihren Freund verraten wird.

Der Film «Rosetta» ist zwar pure Fiktion, hat jedoch etwas zutiefst Dokumentarisches an sich. Es geht um die Darstellung einer seelischen Befindlichkeit, die eine harte gesellschaftliche Anklage birgt.




VERANSTALTUNGSORT:
Filmforum NRW im Museum Ludwig, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln
Information und Anmeldung für Gruppen (dringend erforderlich)
JFC Medienzentrum Köln, Tel.: 02 21 – 130 56 150, Fax: 02 21 – 130 56 15 99
Eintritt: EUR 2,50