Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen

Die Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen finden seit 1996 statt. Jedes Jahr im Frühjahr werden Autor/-innen und Illustrator/-innen aus einem bestimmten Gastland nach Köln eingeladen. Während der zwei- bis dreiwöchigen Veranstaltungsreihe treffen sie auf Kölner Schüler/-innen aus jährlich 40 - 50 Schulen. Die Lesungen und anschließenden Publikumsgespräche finden grundsätzlich zweisprachig statt, bis auf die Ausnahme von deutschsprachigen Gastländern natürlich.

Das kontinuierlich erfolgreiche Projekt entstand aus der Zusammenarbeit von vier großen Kölner Kulturinstitutionen im Arbeitskreis Leseförderung Köln: Die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, das Kulturamt der Stadt Köln, die Stadtbibliothek Köln und das Referat Katholische Öffentliche Büchereien im Erzbistum Köln haben sich zusammengetan, um zeitgenössische internationale Kinder- und Jugendliteratur unter den jungen Kölner/-innen bekannt zu machen. Deshalb werden nach Möglichkeit Autor/-innen eingeladen, die sowohl in ihrem eigenen Land erfolgreich als auch mit ihren Büchern in der Regel auf dem deutschen Markt vertreten sind. Seit einigen Jahren bieten die Buchwochen aber auch hin und wieder die Möglichkeit, durch Probeübersetzungen bislang noch nicht übersetzte Werke bzw. Neuerscheinungen vorzustellen - ein Engagement, das besonders von deutschen Verlagen mehr und mehr geschätzt wird.

1996 wurde mit den Niederlanden gestartet, 1997 folgte Großbritannien, 1998 Norwegen, 1999 Frankreich, 2000 Polen, 2001 Italien, 2002 Israel, 2003 erneut Großbritannien, 2004 USA, 2005 die Schweiz, 2006 Schweden, 2007 Belgien, 2008 Österreich, 2009 die Türkei, 2010 Spanien, 2011 Island, 2012 Irland, 2013 Brasilien, 2014 Finnland, 2015 Dänemark und 2016 Flandern & Die Niederlande. 2017 wird Frankreich zu Gast sein. Die Wunsch-Gästeliste für die nächsten Jahre ist natürlich noch lang.

Ein weiteres wichtiges Anliegen, das die Organisatoren an ihr junges Publikum vermitteln wollen, ist, dass Literatur immer in einem engen Zusammenspiel mit anderen Künsten wirkt und gesehen werden muss. Deshalb ist die vom  jfc Medienzentrum konzipierte  Filmreihe mit Literaturverfilmungen aus dem jeweiligen Gastland ebenso wichtiger Bestandteil der Buchwochen, wie eine begleitende Ausstellung  mit künstlerischen Buchillustrationen und eine Theaterproduktionen des Gastlandes. Hinzu kommen begleitende Medienworkshops, Blogs, etc. in denen Schüler die Literaturbegegnungen kreativ reflektieren und verarbeiten können. 

Ursula Schröter

Ursula Schröter
Referentin für Literatur- und Leseförderung

schroeter( at )sk-kultur.de

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