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Das Ohr des Poseidon
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Der Mann mit dem gefundenen Pferd
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Die unsichtbare Welt der Radiartisten
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Fazit 2008
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Rückmeldungen der Eltern und Lehrer zu den Workshops des Modellprojekts „1. Gang: Kopf einschalten….2. Gang: Do it yourself“
Der Mann mit dem gefundenen Pferd
Anne Hammer, Klassenlehrerin der 3. Klasse der Florianschule, GGS Neusser Straße
"Die Kinder der Klasse 3c waren seit August 2008 in der Känguru-Klasse zusammen. Die ersten Monate in diesem Schuljahr hatten sich als höchst schwierig erwiesen, weil es immer wieder zu starken Rivalitäten und Spannungen zwischen den SchülerInnen gekommen war. Die Medien-Workshop-Woche trug entscheidend zum Zusammenwachsen einer Klassengemeinschaft bei. Die Lernatmosphäre hat sich deutlich gebessert.
Bei der Arbeit während des Workshops machten die Kinder Erfahrungen, die ihnen im Schulalltag nicht möglich gewesen wären. Besonders erfreulich war, dass einzelne Schüler, die in den "klassischen" Schulfächern schwach sind, während des Workshops erstaunliche Begeisterung und Geschicklichkeit zeigten. Sie hatten überraschende Erfolgserlebnisse.
Obwohl ich kritische Stimmen erwartet hatte - eine Woche ohne Unterricht! - wurde der Workshop sowohl im Vorfeld als auch im Nachhinein von der Elternschaft sehr positiv aufgenommen. Somit bot der Workshop eine Erfolgschance für kreativ begabte Kinder sowie für die Stärkung des Teamgeistes."
Herrmann-Josef Rehbach, Schulleiter der Florianschule, GGS Neusser Straße
"Es wird immer wieder beklagt, dass die Kinder heute ein Übermaß an Medienkonsum haben, das zu vielerlei negativen Erscheinungen führt. Dies ist sicher unbestritten. Dagegen sind unsere Anstrengungen in der Schule, sich mit dieser Wirklichkeit auseinander zu setzen statt sie zu verteufeln oder einfach auszublenden, vergleichsweise gering. Hier hat das „Medienprojekt“ einen bemerkenswerten Akzent gesetzt. Mit der Gestaltung der Geschichte vom „Gefundenen Pferd“ haben die Kinder die Rolle des passiven Medienkonsumenten verlassen und sich in die Rolle des aktiven Mediengestalters begeben. Dieser Rollen- und Perspektivwechsel ist für die Kinder sehr produktiv. Sie gewinnen dadurch nicht nur Einsichten technischer Art, wie Medien gemacht werden, sondern haben besonders durch die kundige Anleitung der Künstler auch die positiven Gestaltungsmöglichkeiten gesehen, die in diesem Medium stecken."
Die unsichtbare Welt der Radiartisten
Iris Oden, Mutter von drei teilnehmenden Kindern
"Dieses Angebot übertraf unsere Erwartungen überaus positiv. […] Solche Angebote sind selten."
Elke Braun, Mutter eines teilnehmenden Mädchens
"Emma war v.a. sehr stolz darauf, die Platine selbst gelötet zu haben. In ihrer Schulklasse, wo sie den Detektor vorgeführt hat, gab es ein großes Interesse, auch einmal so ein Gerät zu bauen.
Ich fand besonders gut, hiermit die Verbindung zwischen Theorie (Physikunterricht) und Praxis herzustellen. Man kann nicht früh genug das Interesse an Naturwissenschaften wecken.
Physik zum Anfassen mit explodierenden Widerständen in denen, wie Emma berichtet hat, Häärchen drin sind.
Was uns alle fasziniert hat, war dieser Wald mit der Riesenantenne. Naturwissenschaft kann also auch eine Verbindung zur Kunst eingehen. Sehr schön."
Ralf Schreiber, künstlerische Durchführung
"Die elektronischen Detektoren, die von den Kinder selbständig gebaut wurden, machten die elektromagnetischen Wellen hörbar und ermöglichten ein aufspüren und sondieren von elektromagnetischen Quellen.
Die Erfahrung, dass beispielsweise eine Energiesparlampe anders elektromagnetisch strahlt als eine herkömmliche Glühbirne und somit auch anders klingt (anders brummt, knistert, rauscht und fiept) ist eine neue, überraschende Erkenntnis."
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Was folgern wir aus der Durchführung der Workshops in 2008?
Mit 3 Workshops startete das Modellprojekt 2008 in Kölner Schulen. Ausgangspunkt war die Attraktivität des Mediums Computer und der zeitgenössischen Bewegtbildmedien für Kinder & Jugendliche. Während die Mediennutzung von Kindern & Jugendlichen sich heutzutage meist auf eine anwendende und reproduzierende Ebene bezieht, fördern unsere Workshops die künstlerische Auseinandersetzung mit Medien. Der Umgang mit ihnen wird aktiver, selbstbestimmter, kreativer.
Ein Projektansatz zu ganzheitlicher kultureller Bildung:
- Zusammenspiel von manuell, künstlerisch-kreativen Tätigkeiten und „Nutzbarmachen“ des Computers für ein Endergebnis
- Sensibilisierung der Sinne und Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit als Vorraussetzung der Kreativität
- experimentelles und kooperatives spielerisches Gestalten und Forschen ermöglicht Prozesse ästhetischer Erfahrungen und das Wagnis des unvollkommenen Eigenen
- Spaß am Lernen und Forschen und damit am „Denken“; Denken und Arbeiten sind als Tätigkeiten positiv besetzt
Die künstlerische Arbeit in unseren Workshops stärkt die Kinder & Jugendlichen nachhaltig in ihrer Lebenskompetenz (Erhöhung der Zuversicht und des Selbstbewusstseins) und fördert Problemlösungskompetenzen sowie Medienkompetenz. Unsere Schulprojekte verbessern die Chancengerechtigkeit und kulturelle Teilhabe für alle Kinder. Darüber hinaus stärken sie den Klassenverband und die Teamfähigkeit.
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