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Kino selbst gedacht, Kino selbst gemacht Roboter bauen, Roboter sein Wer will ich sein, Wie will ich wirken? Selbstdarstellung und Inszenierung und was dahinter stecktKünstlerische Durchführung: Martin Brand, Medienkünstler, Köln, (www.martinbrand.net) ![]()
Wie sehen mich Andere? Wie möchte ich von Anderen gesehen werden? Wie sehe ich mich selbst? Und: Komme ich wirklich so rüber, wie ich denke? In unserem Workshop begebt Ihr Euch bewaffnet mit Fotoapparat und Videokamera auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen. Mit der Hilfe und Anleitung des Medienkünstlers Martin Brand könnt Ihr kreativ mit Eurer Selbstdarstellung und Inszenierung experimentieren und Euch in verschiedenen Rollen vor der Kamera ausprobieren. Wir erforschen gemeinsam, welche Möglichkeiten wir selbst haben, um uns zu inszenieren und welche Möglichkeiten uns ein Foto oder Video dabei bieten. Gemeinsam diskutieren wir, wie und in welcher Form die so entstandenen Selbstdarstellungen präsentiert werden können.
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1. Tag - Einführung Wir beginnen mit einer Vorbesprechung, bei der die Inhalte des Workshops besprochen und Fragen dazu geklärt werden. Eine theoretische Einführung in das Thema mit zahlreichen Abbildungen von Künstlerarbeiten vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart gibt einen thematisch gerichteten Blick in das Schaffen von Künstlern und gleichzeitig zahlreiche Ideen und Anregungen für die eigenen kreativen Arbeiten. Bei den Beispielen liegt der Schwerpunkt bei den Künstlerinnen Cindy Sherman und Gillian Wearing und bei der eigenen Arbeit von Martin Brand. 2. und 3. Tag künstlerisch-praktische Erarbeitung Wir starten mit einer Übung: In Zweiergruppen fotografieren wir uns gegenseitig und können so schon einmal ausprobieren wie es ist, vor oder hinter der Kamera zu stehen. Aufgabe ist es, ein bestimmtes Gefühl wie Traurigkeit oder Glück oder eine bestimmte Stimmung wie Nachdenklichkeit oder Melancholie zum Ausdruck zu bringen. Seitens des Fotografen soll bereits bei diesen ersten Fotos auf die Bildgestaltung wert gelegt werden: Wie steht die portraitierte Person im Bild? Welcher Ausschnitt ist von ihr zu sehen? Welche Komposition ergibt sich? Was trägt die Person für Kleidung? Sagt diese etwas über die Situation aus oder ist sie eher nichts sagend? Was ist im Hintergrund zu sehen? Einfach eine weiße Wand wie bei Cindy Shermans „Bus Riders“ oder „sprechende“, erzählerische Details, die das Bild in seiner Wirkung beeinflussen? Es sollen zunächst nicht mehr als 10 Fotos pro Teilnehmer entstehen. Im Anschluss an die Übung werden die Aufnahmen gemeinsam mit Hilfe von Notebook und Beamer gesichtet und besprochen. Hieraus ergeben sich Anregungen und Impulse für weitergehende Inszenierungs- und Bildideen. Im nächsten Schritt haben die Kleingruppen die Möglichkeit, frei zu experimentieren, das Medium Video mit einzubeziehen und verschiedene Bild- und Gestaltungsideen auszuprobieren. Prinzipien der Künstlerarbeiten, die wir am Freitag besprochen haben, können mit einbezogen werden, z.B. die Erstellung einer Fotoserie vor gleich bleibendem Studiohintergrund (vgl. Cindy Shermans „Bus Riders“), eine Fotoserie mit wechselnden Projektionen im Hintergrund (vgl. Cindy Shermans „Rear Projections“), eine Fotoserie von Passanten, die man etwas auf einen weißen Zettel schreiben lässt und sie anschließend mit diesem Zettel zusammen fotografiert (vgl. Gillian Wearings „Signs that say...“), Portraitaufnahmen mit der Videokamera, in dem die portraitierte Person über längere Zeit konzentriert in die Linse der Kamera schaut (vgl. meine eigene Arbeit „Pit Bull Germany“). Je weiter die Inszenierungs- und Bildideen gedeihen, umso mehr müssen wir uns darüber klar werden, wie wir diese auch bildnerisch umsetzen wollen. Wesentliche Aspekte der Bildgestaltung wie Bildkomposition, Lichtführung, Hintergrund etc. werden diskutiert und gezielt mit in den Gestaltungsprozess einbezogen. Das Sichten der Zwischenergebnisse gibt uns Anhaltspunkte, wie etwas im Bild wirkt, was eine Bildwirkung verstärkt, was unserer Idee nicht entgegen kommt. Für die abschließende Präsentation werden die Ergebnisse nochmals gesichtet, um eine Auswahl zu treffen. Die Fotoserien werden sortiert und in die richtige Reihenfolge gebracht, die Videoaufnahmen werden geschnitten und für die Präsentation vorbereitet. Wir entscheiden uns dafür, einen der drei Beamer mit einem DVD-Player anzusteuern, wofür eine DVD erstellt und gebrannt werden muss. Die beiden anderen Beamer werden von jeweils einem Notebook mit Video bzw. Bildmaterial versorgt. 3. Tag, nachmittags - Präsentation der Ergebnisse Die Workshopergebnisse werden in Form einer Videoinstallation mit mehreren Projektionen in den Räumlichkeiten der Moltkerei Werkstatt präsentiert. Eltern, Freunde und Interessierte sind gekommen, sich die Ausstellung anzusehen.
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Projektleitung: Birgit Hauska |
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