poetic mail
SK Stiftung Kultur - Wurfgedicht
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Dunkle Augen
In manchen Stunden werden meine Augen
dunkel, dannn rase ich zurück in meine
Dunkelheit, bevor die ersten Worte
kamen: Am Gasthaustisch um drei Uhr
früh, dann rasselt etwas anderes im
Hals, dann liegt, im Gitterbett,
jemand, und seine dunklen Augen
starren an die Decke, weit zurück.
Und weiter noch, gegen halb vier, die Augen
nachgedunkelt: Senf, der Grind in Fliegengittern,
Wiener, und stickig, über Land.
In manchen Stunden, Augenblick, Relikt: Das
Anstarren von Telefonen, nachts, im Sessel
abseits, eingehüllt, und Kabel stöpseln
sehen, warten, schwach, bevor
die ersten Worte kommen, dort,
zurück mit dunklen Augen.
von Marcel Beyer
Das Gedicht empfahl
Thomas Kling, Autor
Es ist erschienen in
45 Gedichte, Emons Verlag, Köln
ISBN 3-924491-83-6, DM 28,00
poetic mail - ein Präsent
der SK Stiftung Kultur, Kulturstiftung
der Stadtsparkasse Köln
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