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Neue Räume - TanzEntdeckungen im Internet
Anfang der 1990er Jahre begannen Choreographen und Tänzer verstärkt, die neuen technischen und künstlerischen Möglichkeiten des Internets zu nutzen. Medienkünstler, Computerspezialisten und Choreographen kamen zusammen, um in der Verbindung von realkörperlicher und virtueller Darstellung nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen und -räumen zu suchen.
20 Jahre später ist ‚Tanz im Internet’ eine Selbstverständlichkeit. Neben einer Vielzahl allgemein informierender Websites von Theatern und Tanzcompagnien aus aller Welt sowie ungezählten Tanzfilmen auf ‚YouTube’ finden sich aber auch immer wieder experimentelle und innovative Ansätze wie zum Beispiel das interaktive Internet-Projekt:
„Synchronous Objects for One Flat Thing, reproduced von William Forsythe, Maria Palazzi und Norah Zuniga Shaw“ ein multimediales Lerntool für die Tanzausbildung der Zukunft. Ausgehend von Forsythes komplexem Gruppenstück "One Flat Thing, reproduced" bietet das Projekt eine Sammlung eigens entstandener bildschirm-basierter Visualisierungsformen (Video, digitale Kunst, Animation, interaktive Grafik), die das Ineinandergreifen unterschiedlicher Organisationsstrukturen innerhalb der Choreographie erhellen.
Das Projekt „Vivisector“ von Klaus Obermaier und Chris Haring wirft die Frage auf, in wieweit die Bewegungsqualität einer virtuellen Welt in der Lage ist, reale menschliche Bewegungsabläufe zu beeinflussen.
Beim Internet Tanzfestival „SideBySide“ stellen sich Choreographen mit Kurzclips im Internet einem weltweiten Publikum.
Ebenso wie die „100 Dance Clips“ der französischen Compagnie Mulleras.
Das Internet Portal „Dance-Tech.Net“ vereint Praktiker und Theoretiker der tanzkünstlerischen Auseinandersetzung mit dem Tanz im Internet und stellt somit einen idealen Ausgangspunkt für TanzEntdeckungen im World Wide Web dar.
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