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In Bausch & Bildern
Gert Weigelt fotografiert das Tanztheater Wuppertal
Am 27. November 1997 eröffnete das Deutsche Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur seine erste Sonderausstellung im MediaPark. Mit "In Bausch & Bildern. Gert Weigelt fotografiert das Tanztheater Wuppertal" präsentierte das Deutsche Tanzarchiv Köln den Tanzfotografen und Filmemacher Gert Weigelt und seine fotografische Sicht auf das Werk von Pina Bausch.
Es sprachen: Kaum jemand hat in den vergangenen Jahrzehnten den Tanz in Deutschland so nachhaltig verändert wie Pina Bausch, die wohl bekannteste und international renommierteste zeitgenössische Choreographin Deutschlands. Seit über zwei Jahrzehnten prägen sie und ihre Wuppertaler Compagnie im In- und Ausland das Bild vom modernen Tanz in Deutschland. Begleitet hat die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland und seiner Protagonisten wie Gerhard Bohner, William Forsythe, Susanne Linke, Hans van Manen und eben Pina Bausch der Fotograf und Filmemacher Gert Weigelt. Tanz-Fotografie ist für ihn mehr als nur einem historisch-dokumentarischen Zweck verpflichtet, ihre eigentliche Aufgabe besteht darin, die individuelle Ästhetik des Tanzes in das Medium der Fotografie zu übersetzen.
Gert Weigelt - ein Tänzer, der Choreograph werden wollte
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Gert Weigelt, Die Anfänge seiner Karriere als Fotograf fallen mit dem Ende seiner Tänzerlaufbahn zusammen. War die Fotografie vorher eher intensiv betriebenes Hobby so wurde sie 1975, mit Beginn des Studiums der Künstlerischen Fotografie an der Kölner Fachhochschule für Kunst und Design zum ambitionierten Beruf. Der Ballettkritiker Horst Koegler war es, der Gert Weigelt auf Pina Bauschs Interpretation von "Sacre du Printemps" aufmerksam machte. Eine Begegnung, die Folgen haben sollte. Seit jener ersten Begegnung mit der Arbeit der Wuppertaler Tanztheaterchefin begleitet Gert Weigelt die Arbeit von Pina Bausch und ihrer Compagnie mit der Kamera. Seither hat Gert Weigelt wie kaum ein anderer Fotograf mit seinen Fotos das Bild des Tanztheaters von Pina Bausch in unzähligen nationalen und internationalen Fachzeitschriften und Publikationen geprägt. Dabei versteht er seine Bühnenfotografie durchaus als sogenannte Autorenfotografie die dem jeweiligen Choreographen, der jeweiligen Choreographin verpflichtet ist und das Ziel hat, aus der Distanz des Fotografen das Wesentliche eines Stückes begreifbar, die Idee einer Choreographie anschaulich zu machen. Ein Ziel, das von Choreographen natürlich geschätzt wird. Hans von Manen: Weil Gert Weigelt soviel über Choreographie weiß, weiß er genau, was er fotografieren will ... und fotografiert immer das Besondere, das Interessante, nie das Klischee." Ihre konsequente Fortsetzung findet diese Arbeit außerhalb der Bühne, im Studio, wo Portraits und Körperinszenierungen entstehen und sich der Fotograf Gert Weigelt seit einigen Jahren mit dem Tanz und seinen Protagonisten auch in filmessayistischer Weise auseinandersetzt.
Tanz - Blicke Die Ausstellung "In Bausch & Bildern. Gert Weigelt fotografiert das Tanztheater Wuppertal" eröffnete gleichzeitig die Ausstellungsreihe "Fotografen sehen Tanz" des Deutschen Tanzarchivs Köln. Ziel der Ausstellungsreihe ist es, in regelmäßiger Folge Persönlichkeiten der Tanzfotografie und ihre individuelle Sicht auf Person und Werk eines/r Choreographen/Choreographin vorzustellen, der Tanzfotografie die Chance zu bieten, sich als freies, von dokumentarischen Zwängen emanzipiertes Medium zu präsentieren und das Publikum für die Besonderheiten des fotografischen Blicks auf Tanz zu sensibilisieren. (Thomas Thorausch) Die Ausstellung "In Bausch & Bildern. Gert Weigelt fotografiert das Tanztheater Wuppertal" wurde unterstützt durch taimlab Fotofachlabor GmbH. © SK Stiftung Kultur - Deutsches Tanzarchiv Köln |