„Blick in die Zeit – Alter und Altern im photographischen Porträt” und „Jem Southam –

The Pond at Upton Pyne” – Die kommenden Ausstellungen der Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur ab 2. März

Larry Sultan: My Mother posing for me, 1984, aus der Serie Pictures from Home, 1982–1991 © The Estate of Larry Sultan, courtesy Galerie Thomas Zander, Cologne

Eröffnung am Freitag, 1. März 2024 um 19 Uhr

Begrenzte Besucheranzahl – kostenfreie Einlasstickets hier

Mit Werken von Christian Borchert, John Coplans, Imogen Cunningham, Deanna Dikeman, Jess T. Dugan, Albrecht Fuchs, Katja Kerstin Hock, Manfred Jade, Evi Lemberger/Maria Göckeritz, Andreas Mader, Helga Paris, Natalya Reznik, Martin Rosswog, August Sander, Cindy Sherman, Daniel Schumann, Wilhelm Schürmann und Larry Sultan.

Zur Ausstellung wird ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten mit Führungen zu speziellen Themen und verschiedenen Zielguppen, z.B. für Kinder oder für Erwachsene in ukrainischer Sprache. Außerdem gibt es einen Thementag, einen Workshop sowie ein Filmprogramm. Zum Online-Ticketshop

Über 170 photographische Werke aus mehr als 100 Jahren werden in dieser Ausstellung zu einer vielschichtigen Darstellung des Alters und des Alterns versammelt sein. Die ausgestellten Arbeiten von 18 internationalen Photographinnen und Photographen stammen nicht nur aus dem hauseigenen Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, sondern werden erweitert durch Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen, Galerien und Nachlässen.

Es werden klassische Positionen wie von August Sander oder Imogen Cunningham zu sehen sein, ins Zeitgenössische führen beispielsweise die Serien von Natalya Reznik oder Jess T. Dugan. Wie sich Lebensumstände und Lebenserfahrung in Gesichter und Haltungen einschreiben, zeigen die Arbeiten von Albrecht Fuchs, Martin Rosswog oder Wilhelm Schürmann. Und während John Coplans den Blick auf sich selbst und seinen eigenen alternden Körper wirft, reflektiert Cindy Sherman in dem ausgestellten Werk, was die körperlichen Spuren des Alters für weibliche Rollenbilder bedeuten können. Langzeitprojekte wie etwa von Andreas Mader, Christian Borchert, Deanna Dikeman und Larry Sultan thematisieren Veränderungen familiärer Zusammenhänge im Laufe der Zeit. Die existentiell menschlichen Erfahrungen wie Abschied nehmen und Tod gehen oftmals mit dem Alter einher – Aspekte, die auch in der Ausstellung etwa von Daniel Schumann eindrücklich aufgegriffen werden.

Diese und die weiteren präsentierten Serien machen deutlich, wie vielfältig in der Photographie die Phänomene „Alter“ und „Altern“ verhandelt werden. Denn die Photographie, so wird in der Ausstellung klar, vermag wie kein anderes Medium einen Blick in die Zeit zu werfen.

Die zweite Ausstellung stellt die Serie „The Pond at Upton Pyne” von Jem Southam vor. Diese zeigt die zyklische Veränderung eines Teiches und seiner Umgebung in Upton Pyne, Devon, England. Der Teich ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern geht auf eine stillgelegte Manganmine aus dem 18. Jahrhundert zurück, ein Gebiet, das lange Zeit vernachlässigt wurde.

Für die narrative Serie, die zwischen 1996 und 2002 entstand, entwarf Southam drei Teile: Der erste zeigt den Teich zu einer Zeit, als ein Mann daran arbeitete, das kleine Gebiet in ein romantisches Paradies für seine Familie zu verwandeln. Nachdem der Mann das Dorf verlassen hatte, verwilderte das Gebiet. Der zweite Teil ist der Arbeit des nächsten Bewohners gewidmet, der sich dem Teich später annahm. Er ließ sich von einer anderen Vision leiten und verwandelte den Ort in einen Ort der Erholung und Freizeitgestaltung, indem er beispielsweise neue Hütten, Tische und Schaukeln aufstellte. Der kurze dritte Teil von Southams Studie beschäftigt sich mit der umgebenden Landschaft.

Jem Southams Bildserie, die sich auf einen „Mikrokosmos“ konzentriert, ist sowohl eine allegorische Geschichte darüber wie unsere Träume unser Handeln beeinflussen, als auch eine Reflexion über Aspekte der historischen und soziokulturellen Entwicklung der postindustriellen westlichen Welt.
 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel.: +49 221/888 95 300, E-Mail: photographie( at )sk-kultur.de,

Eintritt: 6,50 € (ermäßigt 4 €), erster Montag im Monat freier Eintritt!

Öffnungszeiten: täglich außer mittwochs von 14 bis 19 Uhr

Geschlossen: 29 März (Karfreitag), alle anderen Feiertage geöffnet.

Am ersten Donnerstag im Monat geöffnet bis 21 Uhr, ab 17 Uhr freier Eintritt: Es finden besondere Programmpunkte statt.

Öffentliche Führungen finden wöchentlich jeweils sonntags um 15 Uhr statt. Thematischer Schwerpunkt jeweils am ersten Sonntag des Monats.

www.photographie-sk-kultur.de


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