Ernst Oppler: Berliner Secession & Russisches Ballett

Die erste umfassend bebilderte Monografie erscheint zum 150. Geburtstag des Tanzmalers.

Titelbild: Les Sylphides (Hinter den Kulissen), 1915


Zum 150. Geburtstag von Ernst Oppler veröffentlicht Frank-Manuel Peter für das Deutsche Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur (Hg.) im Wienand Verlag die erste umfassende Monografie.

Ernst Oppler (1867–1929) war ein namhafter impressionistischer Maler und Mitbegründer der Berliner Secession. Er zeichnete, radierte und malte Porträts, Interieurs und Landschaften – oft das Strandleben in holländischen Seebädern, worin er Max Liebermann ähnelte. Durch eine Vorstellung des Russischen Balletts für die Mitglieder der Secession 1909 wurde der Künstler zum begeisterten Chronisten des Bühnentanzes. Er zeichnete den Tanz nicht im Atelier, sondern bei Proben und Aufführungen in Berlin, Paris und London – mit beleuchtetem Zeichenstift. Ganz anders als Edgar Degas ging es Oppler nicht um namenlose, posierende Tänzerinnen, sondern um die Bewegung selbst, um die Ballette und die Stars der Ballets Russes wie Anna Pawlowa und Waslaw Nijinsky.

Das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchiv Köln zeigt noch bis 28. Januar 2018 mit der Ausstellung "Berliner Secession und Russisches Balett: Ernst Oppler" erstmals eine umfassende Retrospektive der Arbeiten mit Tanzbezug aus dem in Köln bewahrten bedeutenden Nachlassbestand Opplers. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt dabei auf dem nie zuvor gezeigten zeichnerischen Werk.

Ernst Oppler: Berliner Secession & Russisches Ballett
Hg. Frank-Manuel Peter für das Deutsche Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
deutsch/englisch, 176 Seiten mit 230 farbigen Abb., 23 x 28 cm, gebunden mit Schutzumschlag, € 36,- SFr 43,90
Wienand Verlag, ISBN 978-3-86832-391-7