Il deserto rosso now – Photographische Reaktionen auf Antonionis Filmklassiker

Ein deutsch-italienisches Ausstellungsprojekt | 1. September 2017 bis 28. Januar 2018

Guido Guidi: Millenovecentonovanta-duemilasei, 1990–2006 (01), © Guido Guidi

Mit Arbeiten von Fabrizio Albertini, Mariano Andreani, Daniele Ansidei, Daniel Augschoell, Enrico Benvenuti, Joachim Brohm, Christoph Brückner, Luca Capuano, Danny Degner/Vera König, Eva Dittrich/Katarína Dubovská, Alessandra Dragoni, Johannes Ernst, Marcello Galvani, João Grama, William Guerrieri, Guido Guidi, Gerry Johansson, Sophia Kesting, Philipp Kurzhals, Dana Lorenz/Jakob Argauer, Allegra Martin, Mako Mizobuchi, Francesco Neri, Andrea Pertoldeo, Sabrina Ragucci/Giorgio Falco, Alexander Rosenkranz, Valentina Seidel, Anna Voswinckel, Jakob Wierzba, Xiaoxiao Xu.

Ein Kooperationsprojekt der Photographischen Sammlung/SK Sitftung Kultur mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Linea di Confine, Rubiera und Osservatorio Fotografico, Ravenna.

Philipp Kurzhals: Ravenna revisited, 2016, © Philipp Kurzhals

Mit dem deutsch-italienischen Ausstellungsprojekt Il deserto rosso now werden Arbeiten von über 30 Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt, die sich mit dem einflussreichen Film Il deserto rosso (1964) von Michelangelo Antonioni (1912–2007) auseinandersetzt haben. Der Regisseur zählt international zu den Filmschaffenden, deren maßgebliches Werk von Künstlern und Photographen hoch geschätzt wird. Il deserto rosso (Die rote Wüste), in der Industrieregion um Ravenna entstanden und beeindruckend insbesondere durch die innovative Farbgestaltung, bietet eine Vielzahl an künstlerischen Impulsen speziell für eine photographische Auseinandersetzung.

Die am der Ausstellung beteiligten Künstler sind der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (Klasse Prof. Joachim Brohm und Anna Voswinckel) und deren Umfeld angeschlossen sowie den photographischen Initiativen Linea di Confine in Rubiera und Osservatorio Fotografico in Ravenna. Im Jahr 2013 begaben sich die ersten Projektteilnehmer auf Spurensuche in die norditalienische Landschaft um Ravenna, die nach wie vor von Industriearealen geprägt ist.

Mako Mizobuchi: Farbige Gefühle, 2016 © Mako Mizobuchi, 2017

Die industrielle Kulisse im Film ist quasi der visuelle Soundtrack zu den emotionalen-schwermütigen Stimmungen der Protagonisten, insbesondere der Hauptfigur Giuliana. Das Psychogramm auszuloten und zeitgenössische Bilder zu schaffen, die Giulianas Ängste, ihre Einsamkeit und ihr Gefühl der Verlorenheit in der modernen Welt zu Ausdruck bringen und darüber hinaus ins Allgemeingültige überführen, sind Themenstränge, die in den photographischen Serien und filmischen Beiträgen der Ausstellung zum Tragen kommen.

Il deserto rosso war Antoninionis erster Film, in dem er die Farbe als ein vielschichtig ästhetisch einsetzbares Element entdeckte. So reflektieren die aktuell ausgestellten Serien immer wieder das Kolorit als gestalterische, korrespondierende und symbolische Bildmaterie. In der Gesamtschau ist die Ausstellung von großer dokumentarischer und poetischer Vielfalt.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung wird der Film Il deserto rosso in der Filmpalette gezeigt, außerdem gibt es eine Führung mit dem renommierten Filmkritiker Daniel Kothenschulte.

Blick in die Sammlung: Francesco Neri – Trophy and Treasure

1. September bis 17. Oktober 2017, dann wieder 9. November 2017 bis 28. Januar 2018 in Raum 2

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung

 

Duane Michals

21. Oktober bis 5. November 2017 in Raum 2

Anlässlich der Kulturpreisvergabe der DGPh am 21. Oktober präsentiert die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur Werke des amerikanischen Künstlers. In Zusammenarbeit mit der Galerie Clara Maria Sels, Düsseldorf, dem KOLUMBA Kunstmuseum des Erzbistums Köln, dem Lehmbruck Museum Duisburg und der Stadt Duisburg.

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung

 

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (1. OG), 50670 Köln,

Tel.: 0221/888 95 300, E-Mail: photographie( at )sk-kultur.de, www.photographie-sk-kultur.de, Ausstellungen geöffnet täglich außer mittwochs von14 bis 19 Uhr.
1.11. (Allerheiligen) geschlossen; 24.-27.12., 31.12.2017 und 1.1.2018 geschlossen

Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), erster Montag im Monat freier Eintritt!
Kombiticket mit dem Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln: 7 € (ermäßigt 4 €)

Regelmäßige Führung: Jeden Sonntag um 15 Uhr, Kosten: regulärer Eintritt + 2 € Führungsgebühr


Anreise und Parken