Notfallverbund Kölner Archive und Bibliotheken gegründet

Das Deutsche Tanzarchiv Köln zählt zu den Gründungspartnern

Die Kölner Archive haben sich am 3. März zu einem Notfallverbund zusammengeschlossen. Foto: © Janet Sinica

Am 3. März 2018 fand der bundesweite ‚Tag der Archive‘ des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. statt, der seit 2002 alle zwei Jahre begangen wird, um einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung von Archiven und ihrer Arbeit näher zu bringen. In diesem Jahr fiel der „Tag der Archive“ mit dem Jahrestag des Einsturzes des Historischen Archivs der Stadt Köln zusammen.

Aus diesen Anlässen fand auf Initiative des Arbeitskreises Kölner Archivarinnen und Archivare (AKA) und dem Historischen Archiv der Stadt Köln an diesem Tag in der Piazzetta des Historischen Rathauses die Unterzeichnung des Notfallverbundes Kölner Archive und Bibliotheken statt. Insgesamt 21 Verbundpartner in privater, städtischer, staatlicher und kirchlicher Trägerschaft haben sich auf eine effektive Notfallvorsorge und gegenseitige Unterstützung im Notfall geeinigt. So werden die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt derer gestärkt, die in Köln schriftliches Kulturgut erhalten.

Für das von der SK Stiftung Kultur und der Stadt Köln getragene Deutsche Tanzarchiv Köln unterzeichnete der Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur, Prof. Hans-Georg Bögner, die Notfallvereinbarung. Foto: © Janet Sinica

Zu den Gründungspartnern zählt auch das Deutsche Tanzarchiv Köln. Dazu Thomas Thorausch, Stellvertretender Leiter des Archivs: „Der Brand der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar und der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln haben allen Archivarinnen und Archivaren eindringlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, beizeiten Vorsorge zu treffen. Durch die Unterstützung der Erstversorgung von Archivalien des Historischen Archivs der Stadt Köln nach dem Einsturz sowie aus vielen Fortbildungen weiß ich, wie entscheidend es ist, in Notfällen adäquat reagieren und sich gegenseitig effektiv unterstützen zu können. Viele Archive und Bibliotheken haben sich in Deutschland zu sogenannten Notfallverbünden zusammengeschlossen. Ich freue mich, dass nun endlich auch in Köln große und kleine Archive einen solchen Verbund begründet haben, um aktiv Gefahrenvorsorge zu betreiben. Das Deutsche Tanzarchiv Köln wird daher aktiv in der Arbeitsgruppe „Notfallverbund Köln“ mitarbeiten.“

Neben dem Deutschen Tanzarchiv Köln zählt auch das im selben Hause ansässige ZADIK - Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung zu den Gründungsmitgliedern des Verbunds.