Von Becher bis Blume

Photographien aus der Sammlung Garnatz und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur im Dialog | z.Zt. geschlossen | Laufzeit der Ausstellung bis 25. April 2021

Jürgen Klauke: Ohne Titel, aus: Sonntagsneurosen, 1990-92 © Jürgen Klauke, 2020

Nach der erneuten Beschlussfassung der Bundesregierung und der Länder zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus, bleibt die Ausstellung bis auf Weiteres geschlossen und die für den 26. November geplante Ausstellungseröffnung mit Verleihung des August-Sander-Preises 2020 muss leider entfallen.

Im Fokus der Ausstellung stehen Photographien aus der Sammlung von Ute und Eberhard Garnatz im Dialog mit Werken aus der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Gezeigt werden über 150 Exponate, teils umfangreiche serielle Arbeiten von 22 Künstlerinnen und Künstlern, die die jüngere deutsche Photographie durch innovative Beiträge wesentlich geformt und nach wie vor großen Einfluss auf das künstlerische Medium haben.

Bernd und Hilla Becher: Charleroi-Montigny, B, 1984 © Estate Bernd & Hilla Becher, vertreten durch Max Becher, courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – Bernd und Hilla Becher Archiv, Köln, 2020

Die Schau gibt zugleich einen spannenden Einblick in die Photographie der 1980er- und 1990er-Jahre, eine Zeit, in der innovative und bis heute einflussreiche Bildwerke und Konzepte entstanden sind. Eine besondere Rolle kommt hier der Kunstszene des Rheinlands zu, mit zahlreichen ansässigen Künstlern, Museen, Galerien und Sammlern. Ute und Eberhard Garnatz waren Teil dieses äußerst lebendigen Geschehens, haben mit Engagement und Gespür für Qualität ihre beeindruckende Sammlung zusammengetragen. Neben der Malerei und Skulptur galt ihre Leidenschaft der Photographie, die nun auch im Mittelpunkt dieser Präsentation steht.

Fasziniert von der Kunstlandschaft des Rheinlands begann das Ehepaar Garnatz bereits in den 1970er-Jahren ihrer Sammeltätigkeit engagiert nachzugehen. Neben einer großen Kollektion von Gemälden, Skulpturen und Graphiken entwickelten sie eine eigenwillige und beachtlich facettenreiche Sammlung von Photographien, die teils bis in die 1950er-Jahre zurückreichen, vor allem aber photographische Arbeiten umfasst, die seit den 1980ern bis in die 2000er-Jahre entstanden.

Candida Höfer: Kunsthalle Karlsruhe V, 1999 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Hinsichtlich ihrer Zusammenstellung vor allem auf dem Feld der dokumentarischen Photographie harmoniert die Sammlung Garnatz in weiten Teilen mit dem Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Bernd und Hilla Becher sind hier zu nennen, auch Werke von Boris Becker, Candida Höfer, Thomas Ruff und Thomas Struth bilden Schnittstellen. Darüber hinaus werden rare inszenatorische und experimentelle Arbeiten kontextualisiert. Sie treten solchen gegenüber, die an der Schnittstelle von Photographie und Malerei verortbar sind. So realitätsbezogen sich das Medium vorgibt, es begeistert durch die Bandbreite seiner Möglichkeiten, die graduell verschieden ins Abstrakte und Poetische reichen.

Tata Ronkholz: Trinkhalle, Sankt-Franziskusstraße 107, 1977 © VAN HAM Art Estate: Tata Ronkholz

Begleitend zur Ausstellung „Von Becher bis Blume“ erscheint ein Katalogbuch, Snoeck Verlag.

zeitgleich zu sehen:
August-Sander-Preisträgerin 2020: Rebecca Unz – Kopfstudien

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, Tel.: +49 221/888 95 300, E-Mail: photographie( at )sk-kultur.de, www.photographie-sk-kultur.de

Die Ausstellung ist unter Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen und Mindestabstände geöffnet täglich außer mittwochs von 14 bis 19 Uhr Onlinetickets können ab ca. 10. November erworben werden.

Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), Eintritt: 5,50 € (ermäßigt 3 €), plus Online-Verkaufsgebühr, erster Montag im Monat freier Eintritt! 

Sonntags um 15 Uhr finden öffentliche Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl (max. 10 Personen) und unter Berücksichtigung der Hygieneregeln durch die Ausstellung statt.

Anreise und Parken