#wirmachenunsdiewelt

Ein kreativer Guide für Jugendliche

 

 

Eine Lichtbotschaft verschicken oder ein Geburtstagsständchen als Animationsfilm...Kann ich das selber machen?

 

 #wirmachenunsdiewelt, der kreative Guide für Jugendliche zeigt, wie man mit Handy und Tablett selber aktiv und kreativ wird. Ganz nach dem Motto „Kunst ist überall und jeder kann Kunst machen“, haben die beiden Herausgeberinnen Birgit Hauska und Nina Waibel 25 Künstlerideen zusammengetragen, mit denen jede*r seine die eigene Kreativität entdecken und ausleben kann.

Das Projektbuch enthält 25 von den Künstler*innen Martin Brand | Daniel Burkhardt | Kerstin Ergenzinger | Gilbert Geister | Kerstin Gramberg | Freya Hattenberger | Anna Hepp | Andreas Oskar Hirsch | Tessa Knapp | Jie Lu | Till Nachtmann | Johanna Reich | Evamaria Schaller | Ralf Schreiber | Stefan Silies | Peter Simon | und von Jugendlichen erprobte DIY-Ideen, die zum Selbermachen animieren.

 

Entstehung von #wirmachenunsdiewelt

Smartphone, Tablet, Kamera und nicht  zuletzt  Augen und Ohren sind die wichtigsten Hilfsmittel, um die Welt zu entdecken und zu gestalten. Skulpturen aus Wasser, Klangkunst mit der Waschmaschine oder Animationen mit Obst, Kraken und Krokodilen zu gestalten.  Dies alles sind Ideen, die mit technischen Alltagsgegenständen umzusetzen sind.

„Leave Your Mark, Do it Your Way and Share Your Creations!“
Auf Instagram können alle ihre Ideen und Kunstwerke unter dem #wirmachenunsdiewelt teilen und präsentieren. 

Interview mit den beiden HerausgeberInnen, Birgit Hauska und Nina Waibel

In einem kurzen Gespräch erfahren wir etwas mehr über das Buch und seine Entstehung:

 1.)   #wirmachenunsdiewelt beinhaltet sog. DIY-Anleitungen, bei denen Jugendlich ihre alltäglichen Medien wie Handy, Smartphone, Tablett etc.nutzen können. Wie ist es zu dem Buch gekommen?

Seit 2008 machen wir in der Medienkunstvermittlung Projekte für Kinder und Jugendliche. Der Fokus lag immer darauf, die Medien, die uns sowieso überall umgeben, nicht nur passiv zu nutzen, sondern mit ihnen zu gestalten und zwar die Welt, in der wir leben. Dabei die Welt und sich selbst wahrzunehmen, Kreativität zu erproben und sein Eigenes mit Stolz und Selbstbewusstsein in diese Welt hinauszutragen. Das sind alles Prinzipien des künstlerischen Tuns.
Mit den Workshops erreichten wir in den letzten 8 Jahren viele, aber wir dachten: Diese Art, sich der Welt zu nähern, dieser eigene Blick auf die Welt, an dem sollten alle Jugendlichen teilhaben können. Daher die Idee: Wir machen ein Buch. Und mit den DIY-Ideen im Buch kann jeder Jugendliche selbst, zusammen mit Freunden, Eltern, Großeltern, Lehrern oder auch alleine, ausprobieren und erfahren was es mit dem Hashtag #wirmachenunsdiewelt auf sich hat.
 
2.)   Das Buch enthält 25 Künstler-Ideen, die in Workshops alle mit Jugendlichen umgesetzt wurden. Welche Künstler-Idee hat für sie die überraschendsten Ergebnisse erzeugt und welcher Workshop war für Sie am spannendsten?

Die Künstlerideen sind aus den Workshops und der langen Erfahrung entstanden und dann extra für das Buch weiterentwickelt worden.
Umgehauen haben mich zum Beispiel die Ergebnisse passend zur Idee „Die Stadt ist meine Bühne“. Eine Idee, die Martin Brand auch in unterschiedlichen Workshopformaten umgesetzt hatte. Ergebnisse davon sind im Buch zu sehen und sie sind in ihrer Konzentration, Kreativität, Bildsprache und Aussage einfach nur bemerkenswert. Nehmen wir zum Beispiel den „traurigen Clown“ auf Seite 111. Die Jugendliche, die dieses Motiv gefunden, das heißt wahrgenommen hat und es so ins Bild setzen konnte, hat mich tief beeindruckt. Es ist der eigene Blick auf die Welt, der zählt. Und das ist eine der Hauptmessages unseres Buchs.
Schwer beeindruckt hat mich auch die Idee „Mein Standpunkt“ von Daniel Burkhardt, die ich selbst ausprobiert habe. Mit ganz einfachen Mitteln fängst du an, über dich selbst nachzudenken, darüber, wo du stehst – im konkreten, aber auch im übertragenen Sinne. Das finde ich grandios.


3.)   Alle sechs Kapitel beinhalten immer einen „Mehrwert“ und Interviews mit Künstlern. Ist es doch eher einBuch für Pädagogen? Warum haben sie diese Bestandteile eingefügt?

Warum sollte es nur für Pädagogen interessant sein, welchen kunsthistorischen, philosophischen aber auch politischen Hintergrund Kunst haben kann. Was sie mit uns macht und zu welchen Gedanken sie uns anregt. Und was andere Menschen, lange vor unserer Zeit oder auch mitten unter uns dazu gedacht und gesagt haben, haben wir speziell für Jugendliche zusammengetragen. Es ist ein Bestandteil von Kunstvermittlung, die Zusammenhänge zu verstehen. Austausch über und „Mehrwert“ von Kunst ist doch das Wichtigste. Sonst bleibt ein Bild immer nur ein hübsches Etwas an der Wand – und das ist viel zu kurz gedacht.
Ich denke außerdem, gerade die heranwachsende Generation sollte ein adäquates Angebot vorfinden, sich mit den Fragen, die sie ohne Zweifel beschäftigt, auseinandersetzen zu können. Wir haben in unserem Buch versucht über den Mehrwert ein solches Angebot zu schaffen. Klar, der Mehrwert bringt jeden weiter. Aber es war uns auch wichtig, dass jede einzelne DIY-Idee wunderbar ohne etwas drum herum zu lesen funktioniert. und dabei auch noch viel Spaß macht. Möchtest Du aber mehr wissen, bietet der Mehrwert die spannende Möglichkeit dazu.
Als zusätzliches „Angebot“ geben die Künstlerinterviews ehrliche Einblicke in das Leben und Denken „echter“ Künstler. Mich hat das als Jugendliche immer wahnsinnig interessiert: Wie tickt der Mensch, der solche Kunst produziert. Und natürlich unterstützen diese Inhalte Jugendliche darin, ein Stückchen mehr von der Welt zu verstehen....

Köln, 19.12.2016

Athena Verlag
#wirmachenunsdiewelt
Ein kreativer Guide für Jugendliche

1. Auflage 2016, 208 Seiten mit zahlreichen farbigen Abb., Broschur 17 x 24 cm
ISBN: 978-3-89896-651-1

19,50 Euro

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich oder beim Museumsshop der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur.