Mer looße üch nit allein

Karnevalistischer Hilfsfonds mit zweiter Vergaberunde gestartet

Unter dem Motto „Mer looße üch nit allein“ spendeten Karnevalisten in der vergangenen Session über eine Million Euro für durch die Corona-Pandemie in Not geratene Karnevalskünstler und deren Mitarbeiter hinter der Bühne. Viele Tausend Menschen hatten sich solidarisch gezeigt und das Projekt in der vergangenen Session unterstützt. Neben einer ganzen Reihen von Großspendern aus Köln und vielen Spenden aus Karnevalsgesellschaften hatte vor allem das Streaming-Konzert in der Lanxess Arena an Weiberfastnacht, bei dem insgesamt rund 50 Bands und Redner aus dem Kölner Karneval aufgetreten waren, für einen riesigen Schub für die Aktion gesorgt. Initiiert hatten den Hilfsfonds das Festkomitee Kölner Karneval und die SK Stiftung Kultur gemeinsam mit Deiters, GO GmbH und Miao Records. 90 Prozent der Antragsteller hatten bereits im März ihre Unterstützung erhalten.

Allerdings hielt die Spendenbereitschaft im ersten Quartal nachhaltig an, so dass derzeit noch etwa 200.000 Euro zur Verfügung stehen, mit denen weiteren Karnevalisten geholfen werden kann: Deshalb startet nun eine zweite Vergaberunde für Betroffene, die bisher noch nicht von den Hilfen profitiert haben. Um möglichst vielen Menschen helfen zu können, sollen dabei nur Erstanträge berücksichtigt werden.

Das Soforthilfeprogramm zielt auf Personen ab, die im Kölner Karneval künstlerisch aktiv und durch die Pandemie in finanzielle Nöte geraten sind. Dazu zählen Künstler, Bands, deren Crews und Techniker sowie karnevalistische Freiberufler und Soloselbstständige, Tanztrainer, musikalische Leitungen von Tanzgruppen und Spielmannszügen sowie Tanzgruppen und Spielmannszüge. 

Die zweite Bewerbungsphase läuft noch bis zum 25. Juni 2021. Danach wird der unabhängige Beirat, bestehend aus Matthias Becker (Manager der Bläck Fööss), Bernhard Conin (Geschäftsführer KölnKongress), Barbara Foerster (Leiterin Kulturamt der Stadt Köln), Stefan Löcher (Geschäftsführer Lanxess Arena) und Norbert Minwegen (Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur), alle Anträge sukzessiv und zügig abarbeiten. Sollten nach der zweiten Vergaberunde noch Spendengelder übrig sein, würden diese an andere Kölner Hilfsprojekte weitergegeben werden.

Anträge können unter www.koelsch-akademie.de/nitallein gestellt werden.