REIZEND! Tanz in der Werbung

Jahresausstellung im Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln | Neue voraussichtliche Laufzeit: 20. April 2020 – 28. Februar 2021

Mit dieser inszenierten Schaufensterauslage warb ein Kaufhaus auf 5th Avenue in New York City im Jahre 1936 für seine Waren und den Besuch des Anti-Kriegsballetts „Der Grüne Tisch“ der Ballets Jooss. Foto: o.A. – Deutsches Tanzarchiv Köln – Bestand 107 Archiv Kurt Jooss

Wie alle anderen Museen und Ausstellungsräume in Nordrhein-Westfalen bleibt auch das Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln bis voraussichtlich 19. April geschlossen.

Die Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 20. März sowie alle Veranstaltungen bis 19. April sind somit auch abgesagt.

Sie ist ein Kind des 19. Jahrhunderts und des industriellen Fortschritts – die Werbung für Produkte mittels Annoncen in Tageszeitungen und Wochenblättern oder als Außenwerbung mittels großformatiger Plakate oder aufwändiger Leuchtreklamen im Stadtbild. Rasch erweiterte sich ihr Erscheinungsbild: mit dem Aufkommen des Films eroberte die Werbung zuerst das Kino und in Folge auch das Fernsehen.

Erotik und Tanz als Kaufanreiz für einen „Herrensekt“ im Jahr 1922. Werbeannonce in „Die Woche“, 21.10.1922 - Deutsches Tanzarchiv Köln – Bestand 373 Sondersammlung Tanz in der Werbung

In einer Welt des raschen Wandels und gesellschaftlicher Umbrüche lag es auf der Hand, Tanz und Bewegung in Strategien der werbewirksamen Vermittlung von Waren und Dienstleistungen miteinzubeziehen. Eleganz und technische Perfektion im Tanz wie im beworbenen elektrischen Gerät erwies sich als leicht zu visualisierende Verbindung. Ob als Garant für erfolgreiches gesellschaftliches Leben oder gesunde Ernährung – kaum eine Dienstleistung, kaum ein Produkt wollte fortan auf die image- und werbesteigernde Wirkung von Tanz und Tänzerinnen verzichten. Eine Fülle von Formen des Miteinanders von Tanz und Werbung entstand: tänzerische Gesten von Mannequins in der Werbefotografie und bei Modepräsentationen, tänzerisch bewegte Produktanimationen in Werbefilmen, Zigaretten-Sammelbilder zum Thema Tanz bis hin zur tänzerischen Gestaltung von Werbebotschaften oder der Verwendung von Tanzfotografien in der Produktwerbung.

Die Möglichkeit, die Schönheit einer Tänzerin (und die Flüchtigkeit des Tanzes) im Bild festhalten zu können als Kaufanreiz für eine Kamera im Jahr 1892. Werbebeilage der „Fliegenden Blätter“, München, 21.02.1892 – Deutsches Tanzarchiv Köln – Bestand 373 Sondersammlung Tanz in der Werbung

Tanz und Werbung – ein ‚Dreamteam‘? Die Ausstellung des Deutschen Tanzarchivs Köln macht sich auf die Suche nach den unterschiedlichen Formen und Medien des Zusammenwirkens von Tanz und Werbung und präsentiert diese anhand der Vielfalt seiner umfangreichen Sammlung zum Thema. Kritisch stellt sie dem Besucher dabei aber auch die Frage, welches Bild vom Tanz in Geschichte und Gegenwart eigentlich als werbewirksam angesehen wird und warum.

Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln
Tel.: (0221) 888 95 -400 oder -444 (Ausstellungskasse), E-Mail: tanzarchiv( at )sk-kultur.de, www.deutsches-tanzarchiv.de

Das Tanzmuseum ist während der Laufzeit der Ausstellungen geöffnet täglich außer mittwochs, 14 -19 Uhr. Geschlossen an Karfreitag, 10. April.

Eintrittspreise: Erwachsene 5,50 € (erm. 3 €)

Kombiticket mit der Photographischen Sammlung: Erwachsene 7€ (erm. 4 €)

Erster Montag im Monat freier Eintritt!

Anreise und Parken