Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur

Im Zentrum der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur steht die sachlich-dokumentarische Photographie als künstlerisches Ausdrucksmittel. Über 30.000 Werke von historischen und zeitgenössischen Photographen unterschiedlicher Nationalität gehören zur Sammlung.

Das Foto von Sander zeigt einen Koch, der in einer Schüssel rührt
August Sander: Konditor, 1928
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

"Das Wesen der gesamten Photographie ist dokumentarischer Art"
August Sander, 1931

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur betreut ihre Sammlungsbestände konservatorisch und wissenschaftlich. Außerdem werden Forschungsprojekte durchgeführt und Ausstellungen konzipiert und realisiert, die zum regionalen, nationalen und internationalen Kunst- und Kulturangebot beitragen. Die Ausstellungsräume der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur umfassen insgesamt 450 Quadratmeter Fläche und entsprechen – genau wie die Depot- und Werkräume den besonderen klimatischen Bedürfnissen des Mediums Photographie.

Mit vielen KünstlerInnen besteht eine engere Zusammenarbeit, wie mit dem US-amerikanischen Künstler Jim Dine, der seit 2004 sein photographisches Schaffen der Sammlung anvertraut. Umfassende Werkkonvolute von Bernd & Hilla Becher, Boris Becker, Joachim Brohm, William Christenberry, Paul Dobe, Ruth Hallensleben, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Albert Renger- Patzsch, Wilhelm Schürmann und Stephen Shore werden darüber hinaus betreut. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert, dies geschieht auch durch Dauerleihgaben und Schenkungen.

Bernd & Hilla Becher: Förderturm, Zeche Hannover 1/2/5, Bochum-Hordel, Ruhrgebiet, D, 1973 © Hilla Becher

Die Ausstellungen im Haus wechseln zwei- bis dreimal im Jahr. Gezeigt werden Präsentationen, die aus dem hauseigenen Bestand zusammengestellt werden, aber auch solche, die damit in Dialog stehen. Viele werden von eigenen Publikationen begleitet und gehen im Anschluss mit weiteren Stationen im In- und Ausland auf Tour.

An erster Stelle steht das August Sander Archiv mit über 10.500 Negativen und 5.500 Originalabzügen des Photographen. Hinzu kommen wesentliche Werkgruppen aus dem Schaffen des Künstlerpaars Bernd und Hilla Becher, die Negative und Abzüge umfassen. Beide Positionen sind stilistisch und inhaltlich maßgebend für die weitere Entwicklung der Sammlung. Insbesondere eine langfristige Leihgabe mit Originalabzügen von Karl Blossfeldt aus der Universität der Künste Berlin erweitert den Schwerpunkt sachlicher Photographie. 

Eine umfangreiche Ergänzung bildet darüber hinaus die Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie, die zwischen den 1950er- und 1980er- Jahren angelegt und 1993 angekauft wurde. Im Juli 2014 hat die GAG Immobilien AG ihre Bestände der Architekturphotographen Werner Mantz und Hugo Schmölz an die Photographische Sammlung übergeben. Sie dokumentieren vor allem die Entstehung der GAG-Siedlungen in den 1920er und 1930er Jahren.