Bücher, Bilder und Filme aus Polen
13. Mai - 3. Juni 2000

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Kindheit und Jugend in schweren Zeiten
Dienstag 16.5.

Mittwoch 17.5.

Donnerstag 18.5.

Dienstag 23.5.

Mittwoch 24.5.

Donnerstag 25.5.

Freitag 26.5.

Dienstag 30.5.

Mittwoch 31.5.
Janna 2: Zwischen Himmel und Erde

Im Gully

300 Meilen bis zum Himmel

Die grünen Jahre

Korczak

Der kleine Magier

Fräulein Niemand

Ein kurzer Film über die Liebe

Drei Farben: Weiß

Kino im Filmhaus
Maybachstr. 111, 50670 Köln

Information und Anmeldung (für Gruppen dringend erforderlich):
JFK Medienzentrum e.V.,
Christian Exner/Sabine Sonnenschein, Tel.: 0221/ 12 00 93, Fax: 13 25 92

Eintritt: 2,-DM

Kindheit und Jugend in schweren Zeiten
Wie sich die Bilder gleichen: Vojtech und Sebastian zwei Jungen im selben Alters machen ihre Erfahrungen mit Armut und Arbeitslosigkeit. Doch zwischen ihnen liegen zwei Generationen, liegen Erfahrungen von Krieg, Nazi-Faschismus und Judenverfolgung, von Unterdrückung in der kommunistischen Ära, die ihre langen Schatten wirft. Das bekommen auch die Brüder Grcés und Jedrek, zwei Filmhelden aus den 80ern zu spüren. Im polnischen Kinder- und Jugendfilm spiegeln sich in selten eindringlicher Weise historische und gesellschaftliche Erfahrungen. Die Filmreihe spannt einen Bogen von den späten 30er Jahren bis in unsere Tage. Junge Menschen tragen ein schweres Schicksal. Aber sie tragen es offen für Freundschaft, mit einem energischen Lebenswillen und oft auch mit Humor: manchmal skurril, oft lakonisch, aber immer fein abgestimmt auf die Poesie der sensiblen Filmerzählungen.

Melancholie, Ironie und ein besonderes Gespür für soziale Realität prägen auch die Filme Krzysztof Kieslowskis, neben Andrzej Wajda einer der profiliertesten polnischen Regisseure im Ausland. Im Kontrast dazu schlägt der nostalgisch eingefärbte Film „Janna 2 – Zwischen Himmel und Erde” einen ganz anderen Ton an. Die Filmfassung einer beliebten TV-Serie rundet das Programm für das jüngere Publikum ab.


300 Meilen bis zum Himmel

„300 mil do nieba“
Polen/Dänemark/Frankreich 1989
Regie: Maciej Dejczer, Drehbuch: Cezary Harasimovizc, Maciej Dejczer
88 Min. Farbe, dF
empfohlen ab 12 Jahren


Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Grcés und Jedrek, zwei Brüder aus Polen träumen vom Auswandern, denn ihrer Familie geht es schlecht. Der Vater wurde gezwungen, den Schuldienst zu quittieren. 300 Meilen Luftlinie sind es bis in den heiß ersehnten Westen. Zusammen mit ihrer Freundin Elka schmieden die Jungen einen Flucht-Plan. Unter der Ladefläche eines LKW versteckt, gelingt es ihnen, die Grenze zu passieren.

Donnerstag, 18.5., 10.00 Uhr

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Drei Farben: Weiß

„Trois couleurs: Blanc“
Frankreich/Polen/Schweiz 1993
Regie: Krzysztof Kieslowski, Drehbuch:
Krzysztof Piesiewicz, Krzysztof Kieslowski
91 min., Farbe, dF
empfohlen ab 14 Jahren
Nachdem seine französische Frau sich von ihm hat scheiden lassen, ist dem polnischen Friseur Karol nichts geblieben. Mit zwei Franc in der Tasche und einem gebrochenen Herzen kehrt er in die Heimat zurück. Dort scheint sich das Blatt zu wenden: Karol trickst zwei halbseidene Geschäftemacher aus und macht im Handumdrehen ein Vermögen. Um sich an seiner Frau zu rächen, inszeniert er seinen Tod und lockt sie mit seinem Vermächtnis nach Polen.

Mittwoch, 31.5., 10.00 Uhr

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Fräulein Niemand

„Panna Nikt“
Polen 1996
Regie: Andrzej Wajda, Drehbuch: Radoslaw Piwowarski nach einem Roman von Tomek Tryzna,
98 Min., Farbe, Originalfassung deutsch eingesprochen
empfohlen ab 14 Jahren
Die 15-jährige Marysia zieht mit ihren Eltern in die Stadt. Anfangs ist sie schüchtern und hat es schwer, sich in der neuen Umgebung zu behaupten. Doch die ebenso selbstbewusste wie unkonventionelle Kasia nimmt sie in Schutz und schließt Freundschaft mit ihr. Marysia ist gebannt von Kasias Musikkompositionen und ihrer faszinierenden Fantasie. Auf einmal zeigt auch Ewa, ein Mädchen aus reichem Haus, Interesse für Marysia und zieht sie mit ihrer mondänen Exzentrik auf ihre Seite. Kasia weiß nicht, woran sie glauben und zu wem sie stehen soll, doch nach und nach entdeckt sie ihren eigenen Weg.

Freitag, 26.5., 10.00 Uhr

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Die grünen Jahre

„Zielone lata“
Polen 1979
Regie: Stanislaw Jedryka, Drehbuch: Jerzy Przezdziecki, nach
seiner Novelle “Die drei vom schwarzenFluss”
95 Min., Farbe, dF
empfohlen ab 10 Jahren


Das Leben ist nicht leicht für den Jungen Vojtech im Polen des Jahres 1939. Seine Familie trifft die wirtschaftliche Not des Landes besonders hart und sein Vater hat sich als Streikbrecher erbitterte
Feinde gemacht. Doch all das vergisst Vojtech im Spiel mit seinem jüdischen Freund Abramek und der deutschen Apothekertochter Erna – auch wenn immer öfter vom Krieg und von Hitler die Rede ist. Als die Deutschen tatsächlich einmarschieren, wird die Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Dienstag, 23.5., 10.00 Uhr

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Im Gully

„Kratka“
Polen 1996
Regie: Pawel Lozinski, Drehbuch: Pawel Lozinski, Piotr Czekanowski
50 Min., Farbe, dF
empfohlen ab 10 Jahren


Sebastian ist zehn und macht die Straßen unsicher, Eugeniusz ist ein verarmter und verbitterter Rentner. Beide bemerken im selben Moment den 500-Franc-Schein, der einer jungen französischen Pianistin vor dem Hotel aus der Handtasche fällt. Der Schein landet im Gully und Sebastian und Eugeniusz setzen alles daran, ihn aus der Versenkung zu holen. Im Laufe eines langen Tages werden aus den Rivalen zwei ungewöhnliche Freunde.

Mittwoch, 17.5., 10.00 Uhr

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Janna 2: Zwischen Himmel und Erde

Polen 1990
Drehbuch und Regie: Janusz Leski
86 Min., Farbe, dF
empfohlen ab 6 Jahren


Janna lebt mit ihrer Mutter und ihrem Großvater in einem Dorfgasthof. Zusammen mit ihrem Freund Julian gehört sie zur Bande der Wölfe. Julians Onkel Jakob Bromski hat sich ein Flugzeug gebaut, das er auf den Namen Sebastian tauft. Alle warten mit Spannung auf den ersten Flug, nur Jannas Großvater kann sich für Jakobs Flugversuche überhaupt nicht begeistern.

Dienstag, 16.5., 10.00 Uhr

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Der kleine Magier

„Le jeune Magicien“
Kanada/Polen, Drehbuch und Regie: Waldemar Dziki
99 Min., Farbe, dF
empfohlen ab 6 Jahren
Zauberer zu werden war immer schon der größte Traum des 12-jährigen Peter. Und eines Tages kann er auf wundersame Weise tatsächlich Gegenstände bewegen. Die Sache hat nur einen Haken: Was sich einmal bewegt, ist nicht mehr zu stoppen. Gemeinsam mit seinem Freund versucht Peter, seine magischen Kräfte unter Kontrolle zu bringen, denn nur so kann er seine Fähigkeiten einsetzen, um eine Bombe zu entschärfen, die die ganze Stadt bedroht.

Donnerstag, 25.5., 10.00 Uhr

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Korczak

Polen/Bundesrepublik Deutschland/Großbritannien 1990
Regie: Andrzej Wajda, Drehbuch: Agnieszka Holland
112 Min., Schwarz-Weiß, dF
empfohlen ab 12 Jahren


Der jüdische Arzt, Schriftsteller und Pädagoge Janusz Korczak leitet im Polen der 30er Jahre ein Waisenhaus. Nach dem Überfall der Deutschen werden die Kinder im Warschauer Ghetto eingesperrt. Korczak tut alles, um für ihre Ernährung zu sorgen und ihnen die Angst vorm Tod zu nehmen, der nun allgegenwärtig ist. Einflussreiche Freunde wollen Korczak die Flucht ermöglichen, doch er bleibt bei seinen Kindern, die er im August 1942 ins Vernichtungslager Treblinka begleitet.

Mittwoch, 24.5., 10.00 Uhr

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Ein kurzer Film über die Liebe

„Krótki film o milosci“
Polen 1988
Regie: Krzystof Kiéslowski, Drehbuch: Krzystof Kiéslowski, Krzystof Piesiewicz
85 Min., Farbe, dF
empfohlen ab 14 Jahren


Der 19-jährige Tomek arbeitet bei der Post und lebt in einem tristen Wohnsilo. Im Block gegenüber lebt Magda. Sie ist fast doppelt so alt, doch Tomek ist unsterblich in sie verliebt. Jeden Abend beobachtet er sie mit einem Fernrohr. Morgens trägt Tomek Milch aus, nur um ihr ein bisschen nah zu sein. Als Postbeamter kann er mit gefälschten Zahlungsanweisungen eine Begegnung arrangieren. Doch das erste richtige Rendezvous wird ein wahres Fiasko.

Dienstag, 30.5., 10.00 Uhr

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